SP Wittnau

Im Jahr 1961 fanden einige kritische Bürger, in der Gemeinde Wittnau wird einigen Problemen zuwenig Beachtung geschenkt. Aufgrund  vom Turnhalle und Schul-hausbau wurde dies ebenfalls bemängelt oder kritisiert. Es hatte zuwenig Wohnungen es gab kaum erschlossenes Bauland. Die berufliche Ausbildung wie die Arbeitsorte befanden sich in Brugg /Baden oder von Möhlin bis Basel. In Stein hat die Ciba ein neus Werk gebaut und andere Chemiewerke suchten im Fricktal nach idealen Standorten für die Produktion.

Komm zu uns Kämpfe mit uns für Gerechtigkeit sei unser Freund                                                                                                                    Am 26. Januar 1962 fand im Gasthaus zur Krone die Gründungsversammlung statt. In Anwesenheit von SP Sekretär, Ernst Fasler, begrüsste Brogle Max die Anwesenden.                                                                                                                                                                                   Zum 1. Präsident wurde Brogle Max gewählt, als Vize-Präsident, Rauber Hans, als Kassier, Bischofsberger Kurt, als Aktuar, Lenzi Arthur, sowie Lenzi Kurt.        Der Beitrag wurde auf Fr. 1.50 beschlossen davon geht Fr. 1.-- an die Kantonal-Partei. 20 Personen traten der SP Wittnau bei.

Jubiläum 50 Jahre SP Kaisten und Wittnau vom 5. Mai 2012
Ein Rückblick in 10 Jahres Sprüngen oder Meilensteinen
Wittnau 1962 – 1972 die ersten Jahre
Kein Frauenstimmrecht, für Frauen war Turnen in kurzen Röckli noch unsittlich und Sozialdemokrat sein unchristlich. Der Pfarrer von Wittnau hat für be-sondere Anliegen in der Gemeinde gebetet und gewarnt. Zum Glück kam unmittelbar das 2. fatikanische Konzil und Papst Johannes der 23-tigste verkündete:
 „Alle Menschen die guten Willens sind handeln im christlichen Sinne“
1965 wird Brogli Josef, Grossrat, 1966 Lenzi Arthur, Gemeinderat. So haben die Wittnauer Sozialdemokraten 1971, nach zwei negativen Abstimmungen der Güteregulierung zur Zustimmung verholfen. Wo wäre Wittnau ohne dieses Jahr-hundertwerk, welches 11,5 Mio Franken gekostet hat, 85 % davon hat der „böse“ Staat sowie Bund und Kanton finanziert. (Abgeschlossen 1998)
Gegen Ende  des Jahrzehnts und den Erkenntnissen aus den grauenhaften Folgen des 2. Weltkrieges entstand  die Europäische Menschenrechtskon-vention. Würden diese  immer noch aktuellen Regeln befolgt, könnten konstruktive Dialoge, zwischen den politischen, wirtschaftlichen und religiösen Gemeinschaften statt-finden - mit der Betonung auf könnten, zu viele konservative Dogmen gilt es noch aufzubrechen. Die 68er Bewegung belebte zusätzlich das Geschehen in der Schweiz.                                                                                                    1972 – 1982
72 Brogli Josef tritt nach 2 Amtperjoden im Kantonsparlament zurück, 1974 tritt Lenzi Arthur nach 8 Jahren im Gemeinderat zurück, die Elektra-, Wasserversorg-ung und Planung waren seine Schwerpunkte, gedrängt durch die Bauentwicklung wurden in den Gemeinden Zonenpläne und Vorschriften wir erarbeitet und beschlossen. In Wittnau erwartete man 2500 Einwohner bis  2000, bis heute haben wir nicht ganz die Hälfte geschafft! 1981 wurde Brogle Erwin unser Vertreter im Gemeinderat und ich als Grossrat gewählt.
1982 – 1992 Denkanstösse und Wendepunkte
Die 1. PC kamen auf den Markt, und der Club of Rom kam mit seinen kritischen Schriften zum unkontrollierten Wachstum und der Auseinandersetzung mit der Kernenergie. Bücher wie „Neuland des Denkens – vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter“ von Vrederic Vester, forderten auf zum vernetzten denken von Wissenschaft und Gesellschaft, - die Atomenergie sei kein Zukunft-smodell, so lauteten diese Botschaften. (vor 30 Jahren)
Im Dorf führten Neu- Um und Ausbauprojekte zu Unzufriedenheit und Brogle Erwin begründete 1985 damit seinen Rücktritt. Nach einem turbulenten Wahlherbst wurde nur ein bisheriger wieder gewählt,  vier Neue sollen die anstehenden Pro-bleme anpacken. Die Bedürfnisse waren, Schulräume, die Gemeindeverwaltung, die Revision der Turnhalle, sowie der Orts- und Zonenplanung, diese Aufgaben mussten unter misslichen finanziellen Verhältnissen und einem hohem Steuersatz in Angriff genommen werden. Als Gemeindeammann von 1986/89  bis Ende 1993 war dies für mich eine interessante und herausfordernde Tätigkeit. Bis zur Bekannt-gabe 1992 meiner Demission aus dem Grossrat, gab es zwar hinterhältige Schar-mützel, doch dann wurden die Messer gewetzt, anonyme Briefe, Zeitungsartikel, Leserbriefe, offene Angriffe auf meine Person und kaum auf die zuständigen Gemeinderäte oder den Rat insgesamt. Die Ankündigung von 4,5 Mio Franken an zusätzlichen Finanzausgleich für Wittnau wurden dem heiligen Geist zugeschrieben und nicht als Leistung der Akteure.
92 – 2002/2012 die schwierigsten Jahre Auf Antrag der CVP wurde ein Fried-hofprojekt zurückgewissen, auf die Begründungen möchte ich nicht eingehen auf jedenfalls war vieles nicht zutreffend. Die Kadenz der anonymen Briefe erhöhten sich und wie  schon erwähnt, die Summe aller Vorkommnisse führten zu meinem Rücktritt. Wir die SP wurden förmlich aus gebotet, selbst wieder kandidierende fanden unter der Neuausrichtung von CVP, SVP, und Autopartei keinen Platz mehr.
Seit 1994 trat die SP Wittnau nicht mehr im Namen der Partei auf, aber je nach Themen sprachen SP-Mitglieder an Gemeindeversammlungen, verschiedentlich wurden Anträge gestellt mit und ohne Erfolg.
Leider ist nach meinem Rücktritt die erwartete Ruhe nicht eingekehrt, die ano-nymen Briefe nahmen ihre Fortsetzung und andere Formen von Belästigungen gingen weiter bis 1998 der Täter überführt werden konnte. So kann ich heute mit fast 100% Sicherheit mitteilen, es gab nur einen A-Briefeschreiber, einen Beläst-iger, es war mein Nachfolger als Gemeindeammann und verbreitete noch er müsse meine  Altlasten aufarbeiten.
Wenn heute  oft von Nachhaltigkeit die Rede ist, die SP Wittnau hat nachhaltige Spuren gelegt, 20 Jahre im Gemeinderat, 30 Jahre delegierte Wittnau Vertreter in den Grossrat und es wurde in Kommissionen und auch von vielen Personen agiert und politisiert.
Noch einige Sätze zum Nachdenken
Seit 1997 erleben wir ein Auf und Ab auf den Finanzmärkten, noch vor Beginn dieser Krisen welche bis dato noch nicht Ausgestanden sind, schrieb die Deutsche Publizistin Marion Gräfin Dönhoff ein Buch: Zivilisiert den Kapitalismus, Grenzen der Freiheit, dieses zu lesen wäre für die verantwortlichen in der Wirtschaft und der Bankenwelt immer noch Brandaktuell.
Ein kantonales Thema: In Kölliken wurde 1980 eine Sondermülldeponie für  Entsorgung von eben Sondermüll eröffnet, eine technische Lösung. Als Mitglied einer GR Kommission war ich mehrmals damit beschäftigt. So bin ich im Zusammenhang der Millionenschweren Sanierung nochmals in die Akten gestiegen, und einige Informationen beschafft und nach dem Buch erwähnten Buch „Neuland des Denkens“ analisiert, - wären die vom Club of Rom vorgeschlagene vernetzte Planung angewendet worden, wären diese kapitalen Fehler möglicherweise nicht passiert. Wer immer noch zweifelt, der Kernenergie Ausstieg sei nicht richtig kann dies ebenfalls in diesem Berichten nachlesen!
Als Sozialdemokrat braucht es oft Blei in den Schuhen um wieder aufzustehen um den nationalistischen und konservativen Unterstellungen und Dogmen entgegen zu treten und für eine demokratische und soziale Gesellschaft zu kämpfen.
Zusammenfassend - bildlich beschrieben, nebst vielen offen und ehrlichen Men-schen gab es auch welche, für die Vergleiche mit der  Vogelwelt passen, wie: „Kleiber, Wendehälse, Gugger und einige Buntspechte“, darunter gehört auch der A-Briefschreiber. Um insbesondere die negativen Erlebnisse zu verarbeiten habe ich einige der Geschichten aufgeschrieben. Mit der Überzeugung, unsere Leistungen waren mehrheitlich positiv und konstruktiv, wollen  wir weiter machen.
Mit Obstruktion, noch mit Befehlen kann man gesellschaftliche Probleme lösen.

Die SP Wittnau als Sektion wurde inzwischen aufgelöst und in die SP Bezirk Laufenburg integriert